Kurze Antwort: sevdesk kostet 0 €, 12,90 €, 25,90 € oder 34,90 € netto pro Monat. Der kostenlose Tarif ist dauerhaft kostenlos und reicht für bis zu drei E-Rechnungen im Monat – für viele Kleinunternehmer ist das genug. Interessant wird es unterhalb der Preistabelle: Zeiterfassung, ein zweiter Benutzer und eigenes Briefpapier sind Add-ons mit eigenem Monatspreis. Und der 24-Monats-Tarif spart nicht 50 %, sondern 35 %. Alle Angaben geprüft am 29. September 2026 auf der Preisseite von sevdesk.

Grundlage dieses Beitrags: Wir haben sevdesk nicht selbst im Alltag eingesetzt. Dieser Text ist eine Auswertung der öffentlichen Preis- und Funktionsangaben von sevdesk, nachgerechnet und auf Widersprüche geprüft – kein Praxistest. Wo wir etwas nicht belegen können, steht es weiter unten ausdrücklich. Wie wir arbeiten, steht in unserer Methodik.

Was kostet sevdesk 2026?

Vier Tarife. Alle Preise netto, also zzgl. 19 % Umsatzsteuer – bei der Abbuchung kommt das noch obendrauf.

TarifListenpreis / MonatKern des Tarifs
Kostenlos0,00 €3 Rechnungen bzw. E-Rechnungen pro Monat, ZUGFeRD und XRechnung, unbegrenzt Kontakte und Artikel
Rechnung12,90 €Unbegrenzte Rechnungen und Angebote, Mahnwesen, Auslandsrechnungen, DATEV-Schnittstelle, Steuerberater-Zugang
Buchhaltung25,90 €Zusätzlich Belegerfassung, Bankabgleich, Kassenbuch, EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung
Buchhaltung Pro34,90 €Zusätzlich BWA, Kostenstellen und REST-API
Listenpreise netto pro Monat, Stand 29. September 2026. Quelle: Preisseite von sevdesk.

Ist der kostenlose Tarif von sevdesk wirklich kostenlos?

Ja – und das ist der interessanteste Punkt am ganzen Preismodell. sevdesk schreibt dazu ausdrücklich „Dauerhaft kostenlos. Keine Kreditkarte erforderlich.“ Es handelt sich nicht um eine Testphase, die irgendwann in ein Abo kippt.

Enthalten sind drei Rechnungen oder E-Rechnungen pro Monat, ZUGFeRD und XRechnung, mehrere Rechnungslayouts, eine Rechnungsübersicht sowie unbegrenzt viele Kontakte, Produkte und Dienstleistungen. Zum Vergleich: Das kostenpflichtige Einstiegsprodukt des größten Wettbewerbers beginnt bei 7,90 € netto im Monat, also 94,80 € im Jahr, und hat überhaupt keinen dauerhaft kostenlosen Tarif – nur 30 Tage Test.

Wer damit tatsächlich auskommt: Kleinunternehmer nach § 19 UStG mit wenigen, dafür größeren Aufträgen. Wenn du einen Retainer-Kunden monatlich abrechnest und dazu zwei Einzelrechnungen schreibst, liegst du bei drei Rechnungen – und zahlst nichts. Dass ZUGFeRD und XRechnung schon im Gratis-Tarif enthalten sind, ist dabei nicht selbstverständlich; viele Anbieter verlangen dafür eine bezahlte Stufe. Was du im Gratis-Tarif nicht hast: Belegerfassung, Bankabgleich, EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung. Die Buchhaltung selbst findet dort also nicht statt.

Wichtig für die Testphase: Wenn du die 14 Tage mit allen Funktionen testest, endet das nicht in einer Rechnung. sevdesk schreibt, danach gehe es „kostenlos im Free Tarif“ weiter. Du musst also nicht kündigen, um bei 0 € zu landen.

Der 24-Monats-Tarif spart nicht 50 % – sondern 35 %

Die Preisseite hat drei Reiter: „1 Monat“, „12 Monate − 25 %“ und „24 Monate − 50 %“. Diese Prozentzahlen beschreiben aber nicht dasselbe wie der Rabatt, der in der Tarifkarte darunter steht. Rechnet man nach, was am Ende der Laufzeit tatsächlich bezahlt wurde, ergibt sich das:

ReiterAngebot in der TarifkarteAbbuchungGesamtkosten Tarif „Rechnung“Tatsächliche Ersparnis
1 Monat50 % auf 3 Monate, danach 12,90 €monatlich135,45 € für 12 Monate12,5 % im ersten Jahr
12 Monate (− 25 %)50 % auf 6 Monate, danach 12,90 €jährlich116,10 € für 12 Monate25,0 % – die Angabe stimmt
24 Monate (− 50 %)70 % auf 12 Monate, danach 12,90 €alle zwei Jahre201,24 € für 24 Monate35,0 %, nicht 50 %
Eigene Berechnung auf Basis der Preisangaben von sevdesk, 29. September 2026. Netto.

Die Rechnung für den 24-Monats-Reiter: zwölf Monate zu 3,87 € ergeben 46,44 €, die folgenden zwölf Monate zu 12,90 € ergeben 154,80 €. Zusammen 201,24 € statt 309,60 € zum Listenpreis. Das sind 108,36 € gespart, also 35 %.

Warum wir dieser Rechnung trauen: Beim 12-Monats-Reiter geht dieselbe Methode exakt auf. Sechs Monate zu 6,45 € plus sechs Monate zu 12,90 € sind 116,10 € gegenüber 154,80 € Listenpreis – genau die ausgewiesenen 25 %. Die Methode ist also richtig; beim 24-Monats-Reiter passt das Ergebnis nur nicht zur Beschriftung. Bei „Buchhaltung“ und „Buchhaltung Pro“ kommt exakt derselbe Wert heraus: 35,0 %.

Was das praktisch bedeutet: Der 24-Monats-Tarif ist trotzdem der günstigste – 8,39 € im Monatsdurchschnitt statt 11,29 € bei monatlicher Zahlung. Aber du bindest dich zwei Jahre, zahlst 201,24 € netto in einer Summe im Voraus, und ab Monat 13 läuft der Vertrag zum vollen Listenpreis weiter. Plane mit 35 %, nicht mit 50 %.

Am Rand, aber bezeichnend: Über der Preistabelle lief bei unserer Prüfung ein Banner „Black Cyber Deal – 60 % auf alles“ mit einem Countdown, der auf 01d 00h 00m stand. Ende September. Keiner der drei Reiter bietet 60 %. Wenn du auf so einen Countdown stößt, ist das kein Grund zur Eile – prüfe den Rabatt, der in der Tarifkarte selbst steht.

Die Add-ons: Warum 25,90 € am Ende teurer sein können als 34,90 €

Das ist der Teil, den Preisvergleiche meist weglassen. Mehrere Funktionen, die man in einer Buchhaltungssoftware selbstverständlich erwarten würde, sind bei sevdesk kostenpflichtige Add-ons mit eigenem Monatspreis – zusätzlich zum Tarif, in jedem Tarif.

Add-onPreis / MonatWarum das relevant ist
Zeiterfassung4,90 €Stundenweise abrechnen und Zeiten auf Rechnungen übertragen – für Freiberufler mit Stundensätzen die Kernfunktion
Weiterer Benutzer5,90 €Standardmäßig ist genau ein Zugang enthalten. Auch die eigene Assistenz oder der Partner braucht ein Add-on
Zusätzlicher Layout-Slot4,90 €Im Tarif „Rechnung“ ist einer inklusive. Wer zwei Marken oder zwei Sprachen abbildet, zahlt
Briefpapiere (weitere)4,90 €Ein eigenes Briefpapier ist in den bezahlten Tarifen enthalten, jedes weitere kostet
Premium Layouts3,90 €Zugriff auf die professionellen Vorlagen
Inventar19,90 €Bestands- und Lagerverwaltung – teuerste Einzelposition, für reine Dienstleister meist irrelevant
Add-on-Preise netto pro Monat, laut Preisseite von sevdesk am 29. September 2026. Die Preise sind in allen Tarifen identisch.

Die Rechnung, die sich lohnt, einmal zu machen: Tarif „Buchhaltung“ zu 25,90 € plus Zeiterfassung 4,90 € plus ein zweiter Benutzer 5,90 € ergibt 36,70 € im Monat. „Buchhaltung Pro“ kostet 34,90 €. Zwei Add-ons auf dem mittleren Tarif sind also teurer als der höchste Tarif – und der bringt zusätzlich BWA, Kostenstellen und die REST-API mit. Die Zeiterfassung brauchst du allerdings auch in Pro als Add-on; sie ist in keinem Tarif enthalten.

Für dich als Solo-Selbstständige mit Stundenabrechnung heißt das: Rechne nicht mit 12,90 €, sondern mit 17,80 € – also 213,60 € netto im Jahr statt 154,80 €. Das ist kein Argument gegen sevdesk, aber es ist der Preis, mit dem du planen solltest. Wenn du Zeiten bereits mit einem eigenen Tool erfasst, spare dir das Add-on; welche sich dafür eignen, steht in unserem Vergleich von Toggl Track und Clockify.

Premium Services: die Posten, die pro Vorgang abgerechnet werden

Zusätzlich zu den Add-ons gibt es Leistungen, die nicht monatlich, sondern pro Termin oder pro Dokument kosten. Sie sind optional, aber gut zu kennen, bevor man sie im Support-Chat angeboten bekommt:

  • Einrichtungstermin: 49,00 € pro Termin
  • Expertentermin zu buchhalterischen Fragen: ab 24,90 €, abgerechnet pro 15 Minuten
  • 4-Augen-Check (Vorabprüfung von Belegen): 3,00 € pro Dokument
  • Gestaltungsservice für ein individuelles Layout: ab 29,00 € nach Angebot

Beim Expertentermin lohnt ein zweiter Blick auf die Abrechnungseinheit: ab 24,90 € pro 15 Minuten bedeutet ab 99,60 € pro Stunde. Das ist eine Größenordnung, in der ein Steuerberatungsgespräch zur echten Alternative wird – zumal die Steuerberatung dir Dinge sagen darf, die einem Softwareanbieter nach dem Steuerberatungsgesetz verwehrt sind.

Für wen lohnt sich welcher Tarif?

  • Kostenlos (0 €): Kleinunternehmer mit höchstens drei Rechnungen im Monat, die ihre Buchhaltung ohnehin der Steuerberatung geben. Du bekommst E-Rechnungen in ZUGFeRD und XRechnung, ohne einen Cent zu zahlen.
  • Rechnung (12,90 €): Du schreibst regelmäßig Rechnungen und Angebote, willst Mahnungen automatisieren und deiner Steuerberatung per DATEV-Schnittstelle Zugriff geben – die Buchhaltung selbst machst du aber nicht.
  • Buchhaltung (25,90 €): Du willst EÜR und Umsatzsteuer-Voranmeldung selbst erledigen, Belege erfassen und Bankumsätze abgleichen. Das ist der Tarif, den die meisten umsatzsteuerpflichtigen Solo-Selbstständigen tatsächlich brauchen.
  • Buchhaltung Pro (34,90 €): Sinnvoll, wenn du eine BWA für die Bank brauchst, nach Kostenstellen auswerten willst oder per API anbinden musst. Oder wenn du auf „Buchhaltung“ zwei Add-ons brauchst – dann ist Pro rechnerisch die bessere Wahl.

Wenn du gerade zwischen sevdesk und dem Wettbewerb stehst, hilft der direkte Vergleich weiter: sevdesk vs. Lexware Office. Die grundsätzliche Frage, wie eine Rechnung 2026 aussehen muss, klären wir im Beitrag zum Rechnungen schreiben als Freiberufler.

Was wir nicht abschließend klären konnten

  • Ob die Monate 13 bis 24 im 24-Monats-Tarif wirklich zum Listenpreis laufen. Die Formulierung „Rabatt gültig für 12 Monate, danach 12,90 €“ steht direkt neben „Abbuchung erfolgt alle zwei Jahre“. Wörtlich gelesen heißt das: Ein Jahr rabattiert, ein Jahr voll – und genau diese Lesart ergibt die 35 %. Die Preisseite sagt es aber nicht in einem Satz. Frag vor Abschluss im Support nach, welcher Betrag abgebucht wird.
  • Die Anzahl der Bankkonten pro Tarif. Die Preisseite nennt hier keine Obergrenze. Ob es eine gibt, konnten wir nicht klären.
  • Ob die Belegerfassung mengenmäßig begrenzt ist. Es ist von „KI-gestützter Belegerfassung“ die Rede, ohne Limit – bestätigt ist ein unbegrenztes Volumen damit nicht.
  • Die Alltagstauglichkeit. Wir haben sevdesk nicht produktiv eingesetzt. Wie gut die Belegerkennung wirklich trifft und wie zuverlässig der Bankabgleich arbeitet, können wir nicht beurteilen – und behaupten es deshalb nicht.

Häufige Fragen

Was kostet sevdesk pro Monat?

Die Listenpreise liegen bei 0 € (Tarif Kostenlos), 12,90 € (Rechnung), 25,90 € (Buchhaltung) und 34,90 € (Buchhaltung Pro) netto pro Monat. Dazu kommen 19 % Umsatzsteuer sowie gegebenenfalls Add-ons wie Zeiterfassung (4,90 €) oder weitere Benutzer (5,90 €).

Ist sevdesk dauerhaft kostenlos nutzbar?

Ja. Der Tarif „Kostenlos“ ist laut sevdesk dauerhaft kostenlos, ohne Kreditkarte, und erlaubt drei Rechnungen oder E-Rechnungen pro Monat inklusive ZUGFeRD und XRechnung. Nach der 14-tägigen Testphase mit allen Funktionen fällst du automatisch in diesen Tarif zurück, ohne kündigen zu müssen.

Kann sevdesk E-Rechnungen nach EN 16931 erstellen?

Ja, in den Formaten ZUGFeRD und XRechnung – und zwar bereits im kostenlosen Tarif, begrenzt auf drei Rechnungen pro Monat. Damit erfüllst du die seit dem 1. Januar 2025 geltenden Vorgaben, auch ohne ein Abo abzuschließen.

Ist die Zeiterfassung in sevdesk enthalten?

Nein. Die Zeiterfassung ist in keinem Tarif enthalten, sondern ein Add-on für 4,90 € netto pro Monat – auch im teuersten Tarif. Wenn du nach Stunden abrechnest, rechne diesen Betrag von Anfang an mit ein.

Wie lange ist die Mindestlaufzeit bei sevdesk?

Das hängt vom gewählten Reiter ab. Bei monatlicher Abbuchung zahlst du monatlich, bei den Rabattvarianten bindest du dich 12 beziehungsweise 24 Monate und die Abbuchung erfolgt jährlich oder alle zwei Jahre im Voraus. Der günstigste Monatsdurchschnitt ergibt sich aus der 24-Monats-Variante, kostet dich aber 201,24 € netto in einer Summe.


Grundlage und Quellen, geprüft am 29. September 2026: Preisseite von sevdesk (sevdesk.de/preise) inklusive der Reiter für 1, 12 und 24 Monate, der Add-on- und Premium-Service-Übersicht sowie der Tarifdetails zum kostenlosen Tarif. Alle Prozent- und Jahresbeträge in diesem Beitrag sind eigene Berechnungen auf dieser Grundlage. Wir haben sevdesk nicht produktiv getestet – die Bewertung betrifft das Preismodell, nicht die Bedienung.

Transparenz: Links zu Anbietern können Affiliate-Links sein – für dich ändert sich der Preis nicht. Mehr dazu im Affiliate-Hinweis. Dieser Beitrag ist keine Steuerberatung.