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Kurze Antwort: Der Unterschied ist strukturell, nicht graduell. Revolut Business kostet ab dem ersten Euro eine Monatsgebühr – der günstigste Tarif liegt bei 10 € im Monat, einen dauerhaft kostenlosen Geschäftstarif gibt es nicht. Wise hat keine Grundgebühr und rechnet pro Vorgang ab. Entscheidend ist dein monatliches Umtauschvolumen: Wer viel wechselt, fährt mit Revolut-Kontingenten gut; wer unregelmäßig und wenig wechselt, zahlt bei Revolut für Monate, in denen nichts passiert. Alle Revolut-Zahlen unten am 12. Oktober 2026 auf revolut.com/de-DE geprüft.

Korrekturhinweis in eigener Sache: Eine frühere Fassung dieser Seite nannte Revolut-Preise, die nicht stimmten – unter anderem einen kostenlosen Tarif für 0 €, den es nicht gibt, sowie zu niedrige Monatspreise. Außerdem war die Seite als Vergleich „auf Basis eigener Nutzung beider Konten“ ausgewiesen. Das trifft nur auf Wise zu. Wir haben beides korrigiert und erklären unten, worauf welche Aussage beruht. Wie wir mit solchen Fehlern umgehen, steht in unserer Methodik.

Worauf dieser Vergleich beruht

  • Wise: eigene laufende Nutzung für den Zahlungseingang von Auslandskunden. Was wir dazu sagen, stammt aus dem Alltag – nachzulesen im ausführlichen Beitrag zu Wise für Freiberufler.
  • Revolut Business: kein eigenes Konto. Alles, was hier steht, stammt aus den öffentlichen Tarif- und Gebührenangaben von Revolut. Über Bedienung, Support oder Kontoeröffnung sagen wir deshalb nichts.

Was Revolut Business in Deutschland kostet

TarifPreis / MonatUmtausch zum Interbank-KursAuslandsüberweisungen inklusiveLokale Überweisungen inklusive
Basic10 €1.000 €010
Grow35 €15.000 €5100
Scale125 €60.000 €251.000
EnterpriseBenutzerdefiniertBenutzerdefiniertBenutzerdefiniertBenutzerdefiniert
Angaben von revolut.com/de-DE, geprüft am 12. Oktober 2026. Über dem Umtauschkontingent fallen 0,6 % an, außerhalb der Marktzeiten zusätzlich 1 %. Jede Auslandsüberweisung über dem Kontingent kostet 5 €, jede lokale 0,20 €.

Der wichtigste Punkt zuerst: Es gibt keinen kostenlosen Revolut-Business-Tarif. Wer das irgendwo liest – auch in einer älteren Fassung dieser Seite –, liest veraltete oder falsche Angaben. Das günstigste Abo heißt Basic und kostet 10 € im Monat, und es enthält null gebührenfreie Auslandsüberweisungen. Genau die braucht ein Freiberufler mit Auslandskunden aber.

Die Rechnung, die den Unterschied zeigt

Nimm an, du wechselst 6.000 € im Monat in eine andere Währung – etwa weil deine Kunden in US-Dollar zahlen und du in Euro lebst. So sieht das bei Revolut aus:

Revolut-TarifGrundgebührUmtausch über KontingentGebühr darauf (0,6 %)Summe pro Monat
Basic (10 €)10,00 €5.000 €30,00 €40,00 €
Grow (35 €)35,00 €0 € (Kontingent 15.000 €)0,00 €35,00 €
Scale (125 €)125,00 €0 €0,00 €125,00 €
Eigene Berechnung auf Basis der geprüften Revolut-Angaben, 12. Oktober 2026. Ohne Überweisungsgebühren, die je nach Tarif zusätzlich anfallen.

Das Ergebnis ist kontraintuitiv und deshalb der Kern dieser Seite: Bei 6.000 € Umtausch im Monat ist der teurere Tarif der günstigere. Grow kostet 35 €, Basic kommt auf 40 € – und Grow enthält obendrein fünf gebührenfreie Auslandsüberweisungen, für die du bei Basic jeweils 5 € zahlst.

Der Kipppunkt liegt bei rund 5.167 € Umtausch pro Monat. Die Rechnung dahinter: Basic kostet 10 € plus 0,6 % auf alles über 1.000 €. Bei 5.167 € sind das 10 € + 0,6 % × 4.167 € = 35 € – genau der Preis von Grow. Darunter ist Basic billiger, darüber Grow. Wenn du also weißt, wie viel du im Monat ungefähr wechselst, kannst du die Tarifwahl ausrechnen statt zu raten.

Und der Vergleich zu Wise: Dort gibt es keine Grundgebühr. In einem Monat ohne Umtausch zahlst du null. Bei Revolut zahlst du in demselben Monat 10 €, 35 € oder 125 €, je nach Tarif. Für Freiberufler mit schwankendem Auftragseingang ist das der praktisch wichtigste Unterschied zwischen den beiden Modellen.

Warum wir hier keine Wise-Prozentzahl nennen

Weil wir sie nicht so belegen können, wie wir die Revolut-Zahlen belegen können. Wises Gebühr hängt an Währungspaar, Betrag und Zahlweg und wird dir im Überweisungsvorgang vor dem Bestätigen angezeigt. Eine einzelne Prozentzahl in eine Vergleichstabelle zu schreiben, wäre genau der Fehler, den wir auf dieser Seite gerade korrigiert haben.

Was wir über Wise belastbar sagen können: keine monatliche Grundgebühr, Abrechnung pro Vorgang, echter Devisenmittelkurs statt eines aufgeschlagenen Bankkurses, und die Gebühr steht offen daneben, statt im Kurs versteckt zu sein. Den konkreten Betrag für deinen Fall siehst du in Wise selbst, bevor du bestätigst – und das ist aussagekräftiger als jede Tabelle, die wir hier pflegen könnten.

Wenn du beide Wege vergleichen willst, mach es so: Nimm einen realen Betrag und ein reales Währungspaar aus deinem letzten Monat, lass dir in Wise die Gebühr anzeigen, und stell sie der Revolut-Rechnung oben gegenüber. Das dauert fünf Minuten und schlägt jeden allgemeinen Vergleich.

Was beide können – und wo sie sich unterscheiden

WiseRevolut Business
Monatliche GrundgebührKeineAb 10 €, je nach Tarif bis 125 €
AbrechnungsmodellPro VorgangMonatskontingent, danach 0,6 %
Mehrere WährungenJaJa, über 30 Währungen senden und empfangen
Lokale KontodatenJa, in mehreren WährungenJa, lokale und globale Kontodaten
Virtuelle KartenIn Deutschland bis zu 3Bis zu 50 pro Teammitglied
Teammitglieder–Unbegrenzt in allen Tarifen
Buchhaltungs-Integrationen–In allen Tarifen enthalten
Regulierung–Revolut Bank UAB, Litauen, Aufsicht der Bank of Lithuania
Revolut-Angaben laut Anbieterseite, geprüft am 12. Oktober 2026. Wise-Angaben aus eigener Nutzung und den Produktseiten. Felder mit „–“ haben wir für diese Gegenüberstellung nicht belastbar geprüft.

Zwei Punkte, die in Vergleichen selten auftauchen und für Selbstständige zählen:

  • Unbegrenzte Teammitglieder in jedem Revolut-Tarif. Wenn du mit einer Assistenz oder einer Buchhaltung arbeitest, ist das ein echter Vorteil – bei vielen Anbietern kostet jeder weitere Zugang extra.
  • Der Umtausch außerhalb der Marktzeiten kostet bei Revolut zusätzlich 1 %. Wer am Wochenende wechselt, zahlt also mehr als unter der Woche. Das steht in der Fußnote der Vergleichstabelle und wird gern übersehen.

Was wir nicht klären konnten

  • Ob eingehende Auslandszahlungen bei Revolut gebührenfrei sind. Die Tarifübersicht nennt Kontingente für gesendete Überweisungen. Zum Empfang steht dort nichts Eindeutiges. Kläre das vor der Kontoeröffnung, wenn dein Geschäft am Zahlungseingang hängt.
  • Wie Revolut sich im Alltag bedient. Wir haben kein Konto. Zur App, zum Support und zur Kontoeröffnung sagen wir deshalb nichts – auch nicht Positives.
  • Der exakte Kostenvergleich in Euro und Cent. Dafür müsste man identische Beträge und Währungspaare über beide Wege schicken. Das haben wir nicht getan.
  • Wie lange die aktuellen Revolut-Preise gelten. Sie haben sich in der Vergangenheit geändert – diese Seite hatte deshalb veraltete Zahlen. Wir prüfen sie künftig zum Monatsanfang nach.

Die Frage, die vor dem Preisvergleich kommt: Darfst du Revolut Business überhaupt eröffnen?

Diesen Abschnitt haben wir am 12. Oktober 2026 ergänzt, nachdem wir die Zugangsbedingungen geprüft haben. Er stellt den Rest dieser Seite für einen Teil unserer Leser auf den Kopf, deshalb steht er vor der Empfehlung und nicht danach.

Revolut schreibt in den eigenen Produkt-FAQ zu Revolut Business: „Dein Unternehmen darf nicht als Wohltätigkeitsorganisation tätig sein, im öffentlichen Sektor arbeiten, als Genossenschaft agieren oder als Einzelunternehmen registriert sein.“ Und an anderer Stelle, dass Revolut Business für Unternehmen gedacht ist, „die in ihrem lokalen Unternehmensregister eingetragen sind“.

Ein deutscher Freiberufler ist genau das nicht. Wer als Freiberufler nach § 18 EStG arbeitet – Texterin, Entwickler, Übersetzerin, Fotograf, beratender Ingenieur –, ist nicht im Handelsregister eingetragen und meldet kein Gewerbe an. Für diese Gruppe, also für den größten Teil unserer Leser, wäre Revolut Business nach dieser Textstelle nicht das passende Produkt. Revolut verweist solche Nutzer stattdessen auf Revolut Pro: „Dieses Produkt richtet sich an Einzelunternehmer*innen, die nicht im lokalen Unternehmensregister eingetragen sind.“ Die früheren eigenen Freiberufler-Tarife hat Revolut abgeschafft; die Hilfeseite dazu heißt inzwischen „Warum sind die Abos für Freiberufler nicht mehr verfügbar?“. Was Pro kostet und was ihm fehlt, steht in unserer Analyse von Revolut Pro.

Dazu kommt eine zweite Hürde, die für dich zählt, falls du nicht in Deutschland sitzt: „Um ein Revolut Geschäftskonto zu beantragen, muss das Unternehmen registriert sein und seinen physischen Sitz entweder im EWR oder in den USA nachweisen können.“ Ein Unternehmen mit Sitz außerhalb dieser beiden Räume kann sich nur auf eine Warteliste setzen lassen.

Praktisch heißt das: Der Preisvergleich auf dieser Seite ist richtig, aber er gilt für GmbHs, UGs, eingetragene Kaufleute und Personengesellschaften. Bist du Freiberufler, vergleich Wise lieber mit Revolut Pro oder mit einem deutschen Geschäftskonto.

Nachtrag vom selben Tag, weil Revolut sich selbst widerspricht. Nachdem wir diesen Abschnitt geschrieben hatten, fanden wir auf Revoluts eigener Vergleichsseite Pro gegen Business den Satz: „Ja. Revolut Business wird für registrierte Freiberufler*innen in FR, DE, IT, RO, PL, NL, BE, GR, BG, DK, EE, SI, LV, HR, FI, IS, NO unterstützt.“ Das steht gegen die Business-FAQ, die Einzelunternehmen ausschließt. Beides sind Revolut-Seiten, beide auf Deutsch, beide am 12. Oktober 2026 abgerufen. Wir lösen den Widerspruch nicht auf, sondern legen ihn offen: Wenn du Business brauchst, stell den Antrag – aber rechne damit, dass du im Onboarding abgelehnt wirst, und halte Revolut Pro als Rückfallebene bereit.

Was im Insolvenzfall mit deinem Geld passiert

Revolut Business ist ein echtes Bankkonto, und das ist mehr, als man bei Neobanken voraussetzen darf. Geführt wird es von der Revolut Bank UAB, einer litauischen Bank. Revolut schreibt dazu: „Deine berechtigten Einlagen sind durch das litauische Einlagenversicherungssystem … versichert“, mit einem Limit von bis zu 100.000 € je Einleger und einer Auszahlungsfrist von sieben Werktagen. Und ausdrücklich auch für Firmenkunden: „Grundsätzlich sind fast alle Einlagen von privaten Einlegern und geschäftlichen Einlegern durch die Versicherungsgesellschaft abgesichert.“

Zwei Einschränkungen, die du kennen solltest. Erstens greift die Sicherung über das litauische System, nicht über die deutsche Entschädigungseinrichtung – im Ernstfall wickelst du den Fall mit einer Einrichtung in Vilnius ab, nicht in Berlin. Zweitens gilt sie nicht für Geld in den Anlage- und Krypto-Diensten: die laufen über getrennte Gesellschaften ohne Einlagensicherung.

Für wen was?

  • Wise, wenn dein Umtauschvolumen schwankt, du unregelmäßig Auslandszahlungen bekommst oder es Monate ohne Fremdwährung gibt. Ohne Grundgebühr zahlst du in solchen Monaten nichts. Das ist unsere eigene Konstellation.
  • Revolut Business, wenn du planbar größere Beträge wechselst – ab etwa 5.000 € im Monat wird das Kontingentmodell rechnerisch attraktiv –, wenn du mehrere Personen Zugriff geben willst oder wenn dir Ausgabenverwaltung und Buchhaltungsanbindung in einem Konto wichtig sind.
  • Weder noch, wenn alle deine Kunden in Deutschland sitzen und in Euro zahlen. Dann löst beides ein Problem, das du nicht hast. Welche Alternativen es gibt, steht in unserer Übersicht zu Zahlungslösungen für Freiberufler.

Unabhängig von der Wahl: Die Umsätze müssen sauber in deiner Einnahmenüberschussrechnung landen. Worauf es bei den Pflichtangaben ankommt, steht im Beitrag zum Rechnungen schreiben als Freiberufler.

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Häufige Fragen

Gibt es Revolut Business kostenlos?

Nein. Der günstigste Geschäftstarif heißt Basic und kostet 10 € pro Monat. Er enthält ein Umtauschkontingent von 1.000 € zum Interbank-Kurs, zehn gebührenfreie lokale Überweisungen und keine einzige gebührenfreie Auslandsüberweisung. Einen dauerhaft kostenlosen Revolut-Business-Tarif gibt es nicht.

Ist Wise oder Revolut für Freiberufler günstiger?

Das hängt an deinem monatlichen Umtauschvolumen. Wise hat keine Grundgebühr und rechnet pro Vorgang ab – in Monaten ohne Fremdwährung zahlst du nichts. Revolut kostet auch dann seine Monatsgebühr, bietet dafür aber ein Kontingent zum Interbank-Kurs. Wer regelmäßig größere Beträge wechselt, fährt mit dem Kontingentmodell oft besser; wer schwankende Volumen hat, mit Wise.

Welcher Revolut-Tarif lohnt sich für Selbstständige?

Rechnerisch schlägt Grow (35 €) den Basic-Tarif (10 €) ab rund 5.167 € Umtausch pro Monat, weil Basic über 1.000 € hinaus 0,6 % berechnet. Darunter ist Basic günstiger. Wer regelmäßig ins Ausland überweist, sollte zusätzlich einrechnen, dass Basic null gebührenfreie Auslandsüberweisungen enthält und jede 5 € kostet.

Was kostet der Umtausch über dem Revolut-Kontingent?

0,6 % auf den Betrag über dem monatlichen Kontingent. Für Umtausch außerhalb der Marktzeiten – also am Wochenende – kommt laut Revolut zusätzlich 1 % dazu. Wer die Wahl hat, wechselt unter der Woche.

Ist Revolut Business DSGVO-konform nutzbar?

Das Konto wird von der Revolut Bank UAB geführt, einer litauischen Bank unter Aufsicht der Bank of Lithuania – also innerhalb der EU. Sobald du dort personenbezogene Daten deiner Kunden verarbeitest, gelten für dich dieselben Pflichten wie bei jedem Dienstleister; was dazugehört, steht in unserem Beitrag zur DSGVO für Selbstständige. Eine datenschutzrechtliche Bewertung des Anbieters nehmen wir hier nicht vor.


Grundlage und Quellen, geprüft am 12. Oktober 2026: Tarifseite und Vergleichstabelle von Revolut Business für Deutschland (revolut.com/de-DE) inklusive der Fußnoten zu Umtausch-, Überweisungs- und Abhebungsgebühren; eigene laufende Nutzung von Wise für den Zahlungseingang. Die Kipppunkt-Berechnung ist eine eigene Rechnung auf Basis dieser Angaben. Für Revolut liegt uns keine eigene Nutzungserfahrung vor.

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